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Hyballa Nicht Loch fallen

"Nicht in ein Loch fallen, Mario"

Sturm-Legende Mario Haas nimmt Abschied aus der Bundesliga. Um die Zukunft des "Bombers" braucht man sich jedoch keine Sorgen machen. Peter Hyballa über Haas. PLUS: Fotos!

tipp3-Bundesliga |  01.12.2012 | 10:06 |  Fabian Zerche

Eine Grazer Fußballlegende sagt Adieu: Mario Haas beendet am Samstag beim Heimspiel gegen Wiener Neustadt (18:30) seine aktive Karriere. Das Spiel wird zur großen "Mario-Haas-Partie" stilisiert - ein volles Haus wird erwartet. "Gegen Wiener Neustadt hat es das auch noch nicht oft gegeben", freut sich Haas. Vor dem Abschiedsspiel in der Bundesliga lässt Coach Peter Hyballa seine Eindrücke über den "Bomber" Revue passieren. Mario Haas verrät seine Gefühlslage.

Haas: "Noch geht's mir gut"

Kurz vor dem Spiel wirkte Mario Haas entspannt. "Noch geht's mir ja gut. Auch wenn alles ein bisschen stressig ist. Aber ich bin vorbereitet." Ob Haas auch tatsächlich Einsatzminuten bekommt, kann niemand so genau sagen: "Der Trainer weiß, dass ich immer alles für Verein und Mannschaft gebe. Vielleicht gibt er mir ja eine Chance." Doch irgendwie ist es undenkbar - kein Einsatz der Vereinslegende. Viele Fans kommen, um ihn zu sehen: "Ein volles Haus ist ja auch gut für die Mannschaft. Da spielt man gleich ganz anders."

Mit einem Einsatz in der Startelf wird jedoch nicht gerechnet. Zu hundert Prozent traut sich das selbst Haas nicht zu. "Ob ich noch 90 Minuten in der Bundesliga durchspielen könnte, kann ich gar nicht sagen. Kommt wohl auf den Gegner an." Peter Hyballa gibt sich bedeckt: "Wie wir das machen, weiß ich noch nicht. Ob er Einsatzzeit bekommt, werden wir dann Samstagabend sehen."

Hyballa: "Ein Vorbild für Fußballösterreich"

Für einen Einsatz unter Hyballa reichte es in dieser Saison noch nicht. Trotzdem streut der Sturm-Trainer seinem Spieler Rosen: "Er hilft den jungen Spielern. Sie gehen auf ihn zu, auch wenn es um private Sachen geht. Er ist ein wichtiger Eckpfeiler, ein interessanter Mann und ein Vorbild in ganz Fußballösterreich." Ganz Hyballa-Like darf auch ein Schmäh nicht fehlen: "Mario ist sogar ein bisschen älter als ich. Das sieht man auch."Haas lacht.

Ernster wird Hyballa, wenn es um die Zukunft des "Bombers" geht. "Erstmals ist es für einen Fußballer nach seiner Karriere wichtig zu wissen, wie es weitergeht. Viele Kicker fallen in ein Loch und bekommen nicht die Chance einzusteigen." Die Zukunftsplanung läuft beim Publikumsliebling schon auf Hochtouren. Aktuell schnuppert der 38-Jährige bereits im Bereich Marketing. Hyballa: "Für uns ist es wichtig, dass er viele Sponsoren hierher zieht. Der Name Mario Haas zieht einfach."

Gegen wen steigt das Abschiedsspiel?

Mario Haas, der mit 37 Jahren und 13 Tagen noch immer der älteste Europa-League-Torschütze der Geschichte ist, kann sich auch vorstellen, Trainer zu werden. "Ich habe den Trainerschein - was aber nicht heißt, dass man eine Mannschaft trainieren kann." Vorerst konzentriert sich Haas jedoch auf Sponsoring und Marketing. "Noch kann ich gar nichts genaues sagen - jetzt werde ich einmal ein halbes Jahr in viele Bereiche reinschnuppern."

Spekuliert wird, wo das Abschiedsspiel für Mario Haas stattfinden wird. Ein Thema ist die altehrwürdige Gruabn, wo der SK Sturm von 1919 bis 1997 seine Spiele bestritt. Fix ist hierbei jedoch noch nichts. Auch wer der Gegner sein wird, ist noch nicht. Haas wünscht sich dabei die Elite. "Real Madrid oder Barcelona", und kann sich dabei das Lachen nicht verkneifen. "Da müssen wir jetzt einmal aufs Budget schauen", sagt Haas augenzwinkernd. "Es werden Wegbegleiter und viele Spieler der Mannschaft dabei sein."

546 Spiele in Schwarz-Weiß, 180 Tore. Dreimal der Meistertitel, vier Cup-Erfolge, drei Champions-League-Teilnahmen (drei Tore) und drei Einsätze bei der Weltmeisterschaft 1998. Ein tränenreicher Abschied zu Racing Straßburg, der Sturm Graz über drei Millionen Euro brachte. Eine viel umjubelte Rückkehr mit zwei Toren gegen Panathinaikos. Fast zehn Jahre später ein Europa-League-Treffer gegen AEK. Klicken Sie sich durch durch fast 20 Jahre Mario Haas!

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