Am Donnerstagabend berief Rapid Wien kurzfristig eine Pressekonferenz ein, in der Präsident Rudolf Edlinger und Trainer Peter Schöttel zur aktullen Krise des Rekordmeisters und etwaigen Neuuerungen Stellungennehmen wollten. Rund 30 Medienvertreter sind dem Ruf der Grün-Weißen gefolgt und fanden sich in den Katakomben des Hanappi-Stadions ein.
Edlinger, der im Herbst 2013 als Rapid-Präsident zurücktreten wird, wirkte bei seiner Ansprache entschlossen und stellte gleich von Beginn an erneut klar, dass es in Hütteldorf keine Trainer-Diskussion gibt. "Peter Schöttel ist und bleibt Trainer!" Dennoch wird es im sportlichen Kompetenz-Bereich, wie bereits angekündigt, eine Veränderung geben.
Neuer Sportdirektor bis Weihnachten
"Wir haben vor eineinhalb Jahren beschlossen, keinen Sportdirektor zu bestellen. Dieser Beschluss stellt sich nun als Manko heraus", so der ehemalige Finanzminister, der in den letzten Tagen gemeinsam mit dem Rapid-Präsidium entschieden hat, "eine geeignete Persönlichkeit zu finden, die für die gesamtsportliche Perspektive, von der U6 bis zur Kampfmannschaft, verantwortlich ist".
Rudolf Edlinger
"Hatten damals andere Überlegungen"
"Damals hatten wir etwas andere Überlegungen", erklärt Edlinger, warum man Schöttel nicht gleich bei dessen Amtsantritt einen Sportdirektor zur Seite stellte. "Aber es wäre doch blöd, einen Fehler, den man bemerkt hat, nicht zu korrigieren", so der 72-Jährige weiter.
Welche Personen für diesen Job nun in Frage kommen, wollte Edlinger freilich noch nicht verraten. Aber mit Josef Hickersberger, Carsten Jancker und Alfred Hörtnagl wurde bereits mögliche Sportdirektoren ins Spiel gebracht.
Für Schöttel geht es rein um die Qualifikationen
Für Schöttel, der bei der Entscheidung ein Wörtchen mitzureden hat, wie Edlinger versicherte, ist wichtig, dass der Neue "anerkannt und glaubwürdig ist". "Man muss sich Zeit nehmen, einen geeigneten Mann für diesen Posten zu finden und darf sich überhaupt nicht einschränken", so Schöttel, für den es "rein um die Qualifikationen" geht.
Peter Schöttel
"Ich finde es auch nicht ganz falsch, wenn man sich ab und zu reibt, am Ende sollte aber ein gemeinsamer Weg gegangen werden", gibt Schöttel schon eine Marschroute vor. Für den 45-Jährige geht es auch nicht darum, dass sie ihm seinen "besten Haberer hersetzen, mit dem ich super lustige Stunden verbringen kann. Es geht um das beste für den Verein."








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