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Mein Highlight: Die EM mit Sarpei
von Daniel Kendler
Für mich war die Europameisterschaft schon vor ihrem eigentlichen Ankick am 1. Juni eine außergewöhnliche Geschichte. War es uns doch tatsächlich gelungen, den renommierten Bundesligakicker, ghanischen Nationalspieler und das Sinnbild für Fußballer im Web 2.0 Hans Sarpei als exklusiven Teamzuwachs von sport10.at für das Großereignis zu verpflichten. Obwohl mit Pflicht hatte das Unterfangen nur wenig zu tun.
Denn was man Hans zu Gute halten muss: Trotz 281.000 Facebook-Fans und knapp 42.000 Twitter-Followern ist Sarpei einer geblieben, mit dem man sich einfach so über Fußball unterhalten kann, der bei den vielen Gesprächen immer so wirkte, als würden wir in einer Sportbar sitzen und uns bei einem Bierchen das nächste Spiel der Euro reinziehen.
So entwickelten sich seine Texte, die unter dem Namen "Hans Sarpei schreibt nicht, er bloggt" zum wichtigen Gut für sport10.at und Sarpei-Fans wurden, zu einem echten Selbstläufer während der Europameisterschaft. In acht Teilen nahm er die EURO auseinander, ohne dabei auf zwei zentrale Faktoren zu verzichten: Das Spiel nicht aus den Augen verlieren und es mit einer gehörigen Portion Humor auszustatten. Ich hatte dabei das Vergnügen als Kontaktperson einen Draht zu ihm aufbauen zu können. In seinen Blog-Einträgen hatte "Rooney die Haare schön", die "Holländer haben Zwiebeln zum Weinen gebracht" und wir stellten uns der Frage, würde Mario Balotelli nach seinem unwiderstehlichen Torjubel gegen Deutschland im Finale gegen Spanien gar die Hosen fallen lassen?
Nicht jede Partie bei dem Turnier in Polen und der Ukraine war ein echter Kracher, zudem ist es auch für Journalisten eine äußerst intensive Zeit, mit viel Recherche- und Schreibarbeit. Doch gerade in den anstrengendsten Zeiten gab es mit Hans wieder etwas zu lachen. Dieser Rückblick gibt mir die Möglichkeit, meine persönlichen Topsager auszupacken.
Ich fragte Hans, wie er das vierte Viertelfinale zwischen England und Italien tippen würde. Die Antwort: "0:0, weil Hans Sarpei das kann." Dieser Mann lebt Fußball mit all seinen Facetten wie Humor, Respekt und sportlichem Erfolg aus. Am Ende durfte sich Spanien als ein absolut verdienter Europameister feiern lassen und Hans Sarpei als jemand, der weiß, wie man Fußball im Web 2.0 richtig anpacken muss. Gewundert hat mich das nicht, immerhin wird ihm auch nachgesagt, dass er den Wasserhahn auf Ex austrinken kann.
PS: Mit seinem Tipp England zwischen Italien lag er sogar richtig, das Spiel wurde nach einem 0:0 erst im Elfmeterschießen entschieden.















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