Nikon el Maestro muss sich einen neuen Verein suchen. Der Vertrag des Mittelfeldmanns von Bundesligist Wiener Neustadt wurde am Montag aufgelöst. Grund ist die Veröffentlichung eines skandalösen Rap-Videos, in dem er die US-amerikanische Talkmasterin Chelsea Handler auf das Übelste beschimpfte. Die SportWoche und sport10.at berichteten am vergangenen Dienstag exklusiv.
"Nach sorgfältiger Prüfung der Sachlage ist der Vorstand des SC Wr. Neustadt zur Entscheidung gekommen, sich vom Spieler Nikon el Maestro mit sofortiger Wirkung zu trennen", hieß es in einer Aussendung der Neustädter.
Talkmasterin online beschimpft
Die SportWoche hatte El maestros Video auf YouTube entdeckt und Passagen daraus zitiert. Der 18-Jährige nannte Handler u.a. eine "jüdische Hure" und bezeichnete sie als "Hündin."
Der Grund für die Schimpftirade: Im Zuge eines Konzertes der mittlerweile verstorbenen Amy Winehouse in Belgrad hatte Handler, in Amerika für ihre scharfe Zunge bekannt, das serbische Volk beleidigt und als "Schande" und "Enttäuschung" bezeichnet. Und der in Belgrad geborene El Maestro, der früher Jevtic hieß, ist serbisch-englischer Doppelstaatsbürger. Mit dem Lied wollte er die Amerikanerin branchenüblich "dissen".
Wiener Neustadt reagierte am vergangenen Donnerstag und suspendierte das Talent. Am Dienstag folgte nun die Vertragsauflösung. "Der SC Wr. Neustadt distanziert sich klar von jeglichem Rassismus und kann deshalb das Verhalten des jungen Spielers nicht tolerieren. Der Fußball ist eine völkerverbindende Sportart die als positives Beispiel für Integration und Toleranz herangezogen werden soll", hieß es in der Stellungnahme.
Keine Sanktionen der Bundesliga
Von der Bundesliga hat El Maestro übrigens keine Maßnahmen zu befürchten. "Er hat diese Äußerungen als Privatperson außerhalb des Stadions, außerhalb des Trainings und außerhalb des Vereins getätigt. Es ist leider so, dass es keine Rechtsgrundlage gibt, um ihn zu sanktionieren oder zu bestrafen. Er ist erwachsen und hat von zuhause aus den Clip ins Internet gestellt. Wir können dagegen nichts machen", so Vorstand Georg Pangl auf Nachfrage von sport10.at. Ob er in Fußball-Österreich je wieder einen Job findet, ist aber ohnehin fraglich.









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