sportmagazin
sportmagazin
sportwoche
toptimes

Loggen Sie sich bitte ein!

F1: Bezahlfahrer sind gefragter denn je

Immer mehr Teams setzen auf die Dienste von finanzkräftigen Fahrern. Jüngstes Opfer ist Kamui Kobayashi, der jedoch Kreativität bewies.

Motorsport |  20.12.2012 | 11:37 |  Matthias Höbarth

Eigenkapital vor Talent. Eine Devise, die in der Königsklasse des Motorsports weit verbreitet ist. Mit Kamui Kobayashi erwischte es jetzt auch einen Piloten, der in der Formel 1 eigentlich als bereits etabliert galt.

Arbeitslos trotz 8 Millionen Euro an Spendgeldern

Bei Gesprächen über eine Vertragsverlängerung mit Sauber wurde dem Japaner seitens des Teams schnell klargemacht, dass er in Zukunft Geld mitbringen müsse. Am Vorhaben, dieses aufzutreiben, scheiterte er - und damit letzten Endes auch sein Engagement. In einer verzweifelten Aktion versuchte Kobayashi  in letzter Sekunde das Ruder noch einmal rumzureißen und ließ eine Internetseite online gehen, auf der seine Fans mit Spenden seine mögliche Mitgift aufbessern konnten.

Das Resultat: Immerhin acht Millionen Euro an Spendengeldern konnte der Japaner mit dieser Aktion an Land  ziehen. Doch leider zu wenig, um ein Cockpit in der Formel 1 zu ergattern. "Ich möchte diese Spenden einfrieren und das Geld für die übernächste Saison 2014 sparen", schrieb Kobayashi.

Prominente Fahrer bleiben auf der Strecke

Ein weiteres prominentes Opfer ist mit großer Wahrscheinlichkeit Heikki Kovalainen. Sein Team Caterham engagierte für 2013  mit dem Franzosen Charles Pic einen Bezahlfahrer, der in seinem ersten Formel1-Jahr für Marusia meist hinterher fuhr.

Heißer Kandidat auf das zweite Cockpit bei Caterham ist Bruno Senna. Für einen Platz bei Williams reichten die Sponsorgelder des Brasilianers nicht aus. Der Finne Valtteri Bottas übernimmt sein Cockpit. Der Venezulaner Pastor Maldanado bleibt dank prominenter Unterstützung des Staatspräsidenten von Venezuela im Amt.

Dass die Strategie mit den Bezahlfahrern auch nach hinten losgehen kann, gibt Marussia-Pilot Timo Glock zu bedenken. "Wenn der Unterschied zwischen Platz zehn und elf für Caterham wirklich 20 Millionen Dollar ausmacht, dann verpflichte ich lieber einen erfahrenen Piloten, der mir diesen zehnten Platz sichern kann. So viel Geld bringt kein Paydriver mit", meinte der Deutsche.

DTM Gewinnspiel



Vor dem letzten Rennen der Saison. Wer wird F1-Weltmeister?