Ferrari, McLaren und Red Bull Racing schickten bei den ersten offiziellen Testfahrten zur kommenden Formel-1-Saison in Jerez/Spanien ihre neuen Rennwagen auf die Piste. Mercedes gibt sich im Gegensatz zur Konkurrenz verschwiegen.
Gewagte Strategie
Im Fahrerlager wird spekuliert, dass der neue Wagen absichtlich länger versteckt wird, damit kein Team schnell auf die Innovationen von Ingenieur Ross Brawn reagieren kann. Mercedes dementiert das jedoch vehement. "Wir wollen so lange wie möglich an der Basis des Wagens basteln", verriet Michael Schumacher.
Im englischen Brackley wird an den neuen Silberpfeilen Schumachers und Nico Rosbergs auf Hochtouren gearbeitet. Laut Motorsportchef Norbert Haug soll der neue Bolide kurz vor den zweiten Tests in Barcelona vor dem 21. Februar präsentiert werden. Die Zeit soll unter anderem für den Feinschliff im Windkanal genutzt werden.
Norbert Haug
"Wir sind im Aufholprozess und brauchen deshalb jeden Entwicklungstag", so Haug. Ob der Plan aufgehen wird? Schumacher und Rosberg werden gerade einmal vier offizielle Testtage im neuen Wagen haben, ehe es wieder ernst wird.
Bei den Probefahrten ist immer nur ein Auto pro Team erlaubt, die finalen Runden werden vom 1. bis 4. März gedreht werden.
Der Traum vom Siegen
Das schwäbisch-britische Team denkt, aus dem vergangenen Jahr seine Lehren gezogen zu haben - damals war der Wagen zur gleichen Zeit nicht vollkommen ausgereift. Heuer soll das anders sein.
Nico Rosberg
"Wir werden in der Formel 1 ganz nach vorne kommen und als Team Mercedes gewinnen", prophezeite Rosberg in einem Interview. "Das ist nur eine Frage der Zeit. Ich möchte aber, dass sich dieser Prozess jetzt beschleunigt." Mit dem Vorjahreswagen holte Rosberg am ersten Testtag Platz drei, Teamkollege Schumacher sechs. Erster wurde Rückkehrer Kimi Räikkönen. Mark Webber, der im neuen RB8 fuhr, landete auf dem vierten Rang.






















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