Adrian Sutil hatte in einem Klub nach dem Grand Prix von China in Schanghai gefeiert. Gemeinsam mit seinem guten Freund Lewis Hamilton hatte er den Abend verbracht. In der Disco kam es aber zu einer folgenschweren Auseinandersetzung mit Lotus-Renault-Mitbesitzer Eric Lux. Diesen hatte der damalige Force-India-Pilot mit einem Champagner-Glas am Hals schwer verletzt.
Sutil: "Tut mir alles wahnsinnig leid"
Am Montag und am Dienstag waren Verhandlungstage am Amtsgericht in München anberaumt. Am Dienstag wurde das Urteil bekanntgegeben. Der Deutsche ist vom Amtsgericht München wegen gefährlichen Körperverletzung zu 18 Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.
"Es tut mir alles wahnsinnig leid. In diesem Moment habe ich nicht gewusst, nicht bedacht, dass ich ein Glas in der Hand hatte. Es ist ein Vorfall, den ich bereue. Er wird mir bestimmt eine Lehre sein", erklärte Sutil in seinem Schlusswort.
Staatsanwältin forderte höhere Strafe
Dabei hätte Staatsanwältin Nicole Selzman in einem Plädoyer sogar eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten sowie 300.000 Euro Geldstrafe gefordert.
Bis zum Schluss hat Sutil von einem Reflex gesprochen, der Lux diese schwere Verletzung zugefügt haben soll. Dass sei lächerlich, sagte die Richterin und verwies anschließend auf die Aussagen eines Sacherverständigen, dass das Glas von der Seite senkrecht auf den Hals getroffen sei.
"Ein Wegschubsen mit einem Glas ist abenteuerlich und mit der Lebenserfahrung nicht vereinbar", erklärte die Staatsanwältin.

















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